Am Roulettetisch gewinnen

Roulette ist wohl der Kasinoklassiker schlechthin und es kommt bei diesem Spiel nur aufs Glück und sonst nichts an. Wer denkt, dass es dadurch nicht interessant ist und man beim Spielen keinen Nervenkitzel verspürt, der irrt. Trotzdem gibt es immer noch fanatische Anhänger von „totsicheren“ Systemen die glauben damit den großen Roulette Gewinn erzielen zu können.

Man könnte beim Roulette das Argument vorschieben, das Roulette am besten nur von den Superreichem, den Highrollern und Risikozockern oder den Verzweifelten gespielt wird. Vielleicht erinnern Sie sich an den Englänger Ashley Revell, der mit seinem Leben, was die Finanzen, usw. betraf, abgeschlossen hatte und Haus und alle Sachwerte verscherbelte um… ja, im Spielkasino in Las Vegas beim Roulette alles auf eine Karte, pardon Farbe, zu setzen. Er setze sein gesamtes verfügbares Bargeld auf eine Farbwette im Kasino des Plaza Hotels ein. Die Wahl fiel auf Rot und am Ende gewann er. Er gab dem Croupier ein saftiges Trinkgeld und machte sich danach wieder auf die Reise zurück nach England.

Diese wahre Geschichte verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise was das Roulette ausmacht. Die meisten Zocker, und darunter gehören meine Wenigkeit und Kaupa Horst dazu, spielen kein Roulette; zumindest sind wir keine Fans oder regelmäßigen Spieler. Die meisten Spieler sind davon überzeugt, dass es sich lohnt seine Kohle beim Roulette zu „investieren“ weil man ja das bis zu 36-fache seines Einsatzes ausgezahlt bekommt. Um ein korrektes Nummernergebnis, bei dem man diese Auszahlung bekommt, vorhersagen zu können verschwenden diese Spieler ihre Zeit mit dem „perfekten System“… Man schreibt sich die Ergebnisse aller Roulette Spins auf, analysiert diese und versucht ein Muster zu erkennen aus dem man sich dann ein System bastelt. Das ist natürlich Unsinn; alle Ergebnisse sind zufällig, das war sich auch Ashley Revell bewusst. Allerdings gibt es Tipps bei manchen Casinos wie man seine Gewinnchancen und seine Spielerdauer verbessern und verlängern kann.

Ich habe bereits das Martingale System als Wett- und Einsatzsystem beim Craps erwähnt. Viele Spieler sind davon überzeugt, dass es beim Roulette, anders als beim Craps, funktioniert. Aber auch hier sind diese „Jünger“ auf dem Holzweg; wer nach jedem Verlieren seine Einsätze bis zum nächsten Gewinn verdoppelt, der braucht ein sehr üppiges Bankroll und wird früher oder später feststellen, dass er oder sie das Tischlimit erreicht haben wird und… man tausende von Euros sinn- und willenlos verpulvert hat! Nicht einmal der olle Stulla würde so etwas tun; und wir kennen den Max schon lange. Ein Beispiel: Wer mit einem Einsatz von nur €1 anfängt, der hat bei neun Verlusten einen Einsatz in Höhe von €1,000 zu platzieren! Beim 10. Einsatz sind es schon €2,000, usw. Purer Wahnsinn dieses System anzuwenden. Das Martingale System sieht auf dem Papier gut aus und funktioniert auch, keine Frage. Sie werden jedoch niemals so viel Geld haben oder am Tischlimit scheitern – Punktum.

Wir haben bereits das Fibonacci System als ideales System beim Craps besprochen. Jetzt werden Sie sich sicherlich fragen warum man es denn nicht beim Roulette einsetzen kann. Nun, Sie können schon, nur wir es beim Roulette mit seinem geringeren Hausvorteil als beim Craps nicht funktionieren. Weder das Martingale, noch das Fibonacci oder D’Alembert System wird beim Roulette funktionieren; unglücklicherweise ist und beliebt Roulette unschlagbar und Sie sollten sich damit abfinden.

Gibt es überhaupt ein System oder eine Strategie die beim Roulette überhaupt funktioniert? Die Antwort darauf ist - provisorisch gesehen Ja. Provisorisch weil Roulette sich ja vom Craps, was die Gewinnchancen und den Hausvorteil betrifft, unterscheiden. Beim Craps kommt es darauf an so lange wie möglich spielen und in kürzester Zeit schon Gewinne einheimsen zu können, so ist es beim Roulette tatsächlich so, dass man häufiger verliert. Welche Strategie man dabei anwenden kann, nun ja… die Antwort darauf wird Sie sicherlich enttäuschen oder vielleicht schon ärgern. Ich möchte Ihnen allerdings die einzige brutale Wahrheit nicht vorenthalten.

Die einzige Möglichkeit die man beim Roulette hat um seine Gewinnchancen zu verbessern ist das Spielen von Europäischem Roulette bei dem es nur eine 0 gibt. Beim Amerikanischen Roulette hat man die 0 und die 00. Die Gewinnchancen beim Europäischen sind 1-zu-35, beim Amerikanischen 1-zu-36. Die Gewinnchancen sind auch wegen der nur einzigen zusätzlichen Zahl beim Amerikanischen Roulette also geringer. Unterschätzen Sie diese Tatsache nicht. Wenn Sie wirklich zocken wollen, dann um Himmels Willen nicht die Amerikanische!

Was kann ich als skeptischer Roulette Spieler, wenn überhaupt, an Ratschlägen anbieten? Horst würde sagen: „Mach es doch so wie der Revell Typ!“. Roulette ist und bleibt eben ein Spieler für die Reichen, die Verrückten (Nein, nicht du Horst…) und die Verzweifelten. Die Gewinnchancen bei Even Bets, also bei Einsätzen auf Gerade/Ungerade, Rot/Schwarz, etc. sind relativ hoch, aber um viel zu gewinnen muss man dort auch hohe Einsätze platzieren. Auf längere Sicht ist es sogar so, dass Sie Ihre eventuell erzielten Gewinne wieder verzocken und auch leer ausgehen. Wer jedoch wie Ashley Revell sich dem Risiko bewusst ist, der kann einen sehr hohen Einsatz ohne Probleme verdoppeln; wenn man die Risikobereitschaft mitbringt. Wie heißt es im Casino Jargon dazu: „Go big or go home“, und das trifft beim Roulette definitiv zu.